Festgottesdienst an Erntedank mit Bläserehrungen

Durch seine Gründung im Jahre 1905 konnte der Posaunenchor Ottensoos-Rüblanden im Jahr 2025 sein 120-jähriges Jubiläum feiern. Zur Einstimmung auf das Jubiläumsjahr veranstaltete der Chor bereits im Juli 2024 eine Sommerserenade im Pfarrgarten und präsentierte dort eine Auswahl seiner besten Lieder. Das Gemeindefest 2025 stand dann unter dem Motto „Wir sind Gottes Melodie“. Dort drehte sich sowohl im Gottesdienst als auch im Anschluss alles um den Posaunenchor, mit einer Instrumentenausstellung, Bildergalerie und kurzen Standkonzerten. Der dazugehörige Bläsergottesdienst mit Ehrungen wurde aufgrund der Kirchenrenovierung verschoben und fand nun in der neu renovierten St.-Veit-Kirche am Erntedankfest statt:

Nach dem Glockengeläut eröffnete der Posaunenchor unter der Leitung von Werner Wolf mit dem Stück „Tut mir auf die schöne Pforte“ festlich den Gottesdienst in der mit vielen Erntegaben wunderbar geschmückten Kirche. Für die Bläserehrungen übernahm die Vertrauensfrau des Ottensooser Kirchenvorstands Ute Pürkel das Wort. Sie stellte heraus, dass der Posaunenchor durch seine zahlreichen Einsätze – nicht nur in den vielen Gottesdiensten – wie ein „Fels im Ort“ fundiert und aus dem Gemeindeleben nicht wegzudenken ist. Als erstes wurden vom Chor für ihre 10-jährige Mitgliedschaft Ida Adelmann und Sarah Müller mit dem versilberten Bläserabzeichen geehrt. Die kleinste offizielle Verbandsehrung, das goldene Bläserabzeichen, erhielt Obmann Matthias Huth für 25 Jahre. Die silberne Bläsernadel wurde Leonhard Wolf für 40 Jahre Bläserdienst verliehen. Jürgen Ramsteck erhielt die Ehrung für sein 50-jähriges Engagement im Chor und hierfür die goldene Bläsernadel. Die 55-jährige Ehrung bekam Chorleiter Werner Wolf verliehen, der auch bereits seit über 20 Jahren den Chor leitet. Eine große Besonderheit waren dieses Jahr die beiden 60-jährigen Ehrungen für Werner Bär und Stefan Weber. Ihnen wurde als eine der ersten überhaupt die erst dieses Jahr vom deutschen Dachverband der Posaunenchöre EPiD neu erschaffene Nadel „Gold auf Blau“ für 60 Jahre Bläserdienst verliehen. Alle Verbandsgeehrten erhielten zusätzlich zur Urkunde und dem jeweiligen Abzeichen ein graviertes Holzbrett mit der zugehörigen Ehrung „Dank für treuen Bläserdienst“.

Alle Geehrten, von links: Pfarrer Kessel, Stefan Weber (60), Werner Bär (60), Werner Wolf (55), Jürgen Ramsteck (50), Leonhard Wolf (40), Matthias Huth (25), Ida Adelmann (10), Sarah Müller (10)

Natürlich geht es auch im Posaunenchor nicht ohne Nachwuchs: So war es eine besondere Ehre, eine neue Bläserin im Chor verpflichten zu können: Paula Ultsch verstärkt derzeit die zweite Stimme mit ihrer Trompete. Sie erhielt neben dem Mitgliedsausweis das bronzefarbene Bläserabzeichen und die Tasche des Chors. Ihre Ausbilderin des Posaunenchorbezirks Anne Karges lernt seit Anfang des Jahres auch vier neue Jungbläser an, die der Gemeinde vorgestellt wurden: Johannes Bräuer (Bariton), Franziska Haller (Trompete), Anton Haller (Trompete), Simon Haller (Tenorhorn). Als neuer Bläser – nicht mehr in jugendlichem Alter, dafür aber bereits musikalisch erfahren – ist seit Anfang 2025 Horst Bauer im Chor in der ersten Stimme aktiv, der neben seinem Hauptchor in Wendelstein eine neue Herausforderung gesucht hat.

Verpflichtung, von links: Chorleiter Werner Wolf, Paula Ultsch, Obmann Matthias Huth, Pfarrer Kessel

Direkt im Anschluss an die Ehrungen spielte der Posaunenchor seinen Vortrag „Dan-ke-schön“, ein modernes Stück aus dem neusten bayerischen Bläserheft, welche in musikalisch raffinierter Art und Weise ein großes Dankeschön an alle ausdrückt, die dem Posaunenchor in seinen 120 Jahren helfend zur Seite standen. Dem großen Applaus der zahlreichen Gottesdienstbesucher war zu entnehmen, welche Hochschätzung der Posaunenchor in der Gemeinde erfährt.

Zum Erntedankfest ging Pfarrer Kessel in seiner Predigt auf die Preisung von Gottes Schöpfung ein. Dies besang in seinem berühmten Sonnengesang bereits Franz von Assisi, an dessen 800. Todestag am 3. Oktober gedacht wurde. Weiter predigte er von der Speisung der Viertausend, der Erzählung der wundersamen Brotvermehrung, und leitete hierbei direkt in die Einladung zum Gemeindeessen im Anschluss an den Gottesdienst über. Dieses wurde jetzt nachgeholt, da es am Gemeindefest im Juni aufgrund der großen Hitze entfallen musste. Die Metzgerei Walter bereitete hierfür hervorragenden Schweinebraten und etwas Vegetarisches zu, wodurch die über 60 anwesenden Gemeindeglieder bei lockeren Gesprächen eine gute Mittagszeit verbringen und das Erntedankfest ausklingen lassen konnten.

Matthias Huth
Obmann

Gesamtbild des Chors
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